Internetsucht ist als Sammelbezeichnung zu verstehen und beinhaltet eine Vielzahl verschiedener Aktivitäten im Internet, die von Betroffenen unkontrolliert bzw. exzessiv genutzt werden.

Haupterscheinungsformen der Internetsucht beziehen sich auf Computer- bzw. Online-Spiele (z.B. Browsergames, Online-Rollenspiele), die Nutzung von Social Networks und Chats, das Surfen auf Erotikseiten, die Teilnahme an Online-Glücksspielen (z.B. Poker, Online-Casinos), das Ansehen und Sammeln von Videos bzw. Filmen (z.B. Streaming-Angebote), ausuferndes Einkaufen (z.B. Online-Auktionen) oder das ziellose Recherchieren und Sammeln von Informationen (z.B. Online-Informationsplattformen oder Lexika).

Die Therapie der Computerspiel- und Internetsucht ist noch ein sehr junges Behandlungsfeld, so dass deutschlandweit nur wenige Einrichtungen über spezielle Therapieangebote verfügen. Die Ambulanz für Spielsucht der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz bietet eine speziell auf Computerspiel- und Internetsucht ausgelegte Therapie an, die sich seit 2008 gut bewährt hat.

Wirksamkeit und Wirkmechanismen dieser in Mainz entwickelten verhaltenstherapeutischen Behandlung sollen mit Hilfe der aktuellen Studie STICA in Mainz, Mannheim, Tübingen und Wien überprüft werden.