Bei STICA handelt es sich um die weltweit erste randomisierte, multizentrische Studie zur Behandlung der Internetsucht. Zum genauen Vorgehen: In den beteiligten Studienzentren werden die Patienten zufällig entweder der Therapiegruppe oder der Wartekontrollgruppe zugeordnet. Mit dem Vergleich dieser beiden Gruppen wollen wir die Wirksamkeit der speziellen verhaltenstherapeutischen Kurzzeitintervention prüfen. Die Behandlung besteht aus 15 Gruppensitzungen und 8 Einzelsitzungen. Letztendlich erhalten alle in die Studie eingeschlossenen Patienten die Behandlung – für die Wartegruppe beginnt die Therapie jedoch erst nach einer Wartezeit von 4 Monaten.

Stica

Wie der Ablaufplan zeigt, wird zu Beginn die Studieneignung geprüft, und es wird das Einverständnis mit der Teilnahme erhoben. Liegen Einverständnis und Studieneignung vor, folgen sorgfältige Untersuchungen, um die Einschlusskriterien genau zu prüfen.

Erfüllt die Person die Einschlusskriterien, so wird sie zufällig entweder der Therapiegruppe oder der Wartekontrollgruppe zugeordnet. Ungefähr 8 Patienten starten dann unmittelbar mit der 4 monatigen Therapie, während die Patienten der Wartekontrollgruppe diesen Zeitraum abwarten müssen.

Zwei Monate, nachdem die Therapiegruppe mit der Therapie gestartet hat, sowie am Ende der Therapie erfolgen in beiden Gruppen weitere diagnostische Befragungen.

Nachdem die Therapie für die Therapiegruppe beendet ist, beginnt die Therapie für die Patienten der Wartekontrollgruppe.

Alle Patienten der Therapiegruppe werden zudem 6 Monate nach Ende der Therapie erneut befragt, um Langzeiteffekte der Therapie abschätzen zu können.